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Tipps und Strategien wie wir uns in der BANI-Welt zurecht finden

Aktualisiert: 8. Feb.


 

TL;DR


Aus VUKA wird BANI!


Das beschreibt die Welt als noch unberechenbarer, als zuvor.

Hierfür braucht es neue Strategien und Werkzeuge um handlungsfähig zu bleiben.


In diesem Artikel geht es um Tipps und Tricks, um Werkzeuge und Strategien, um in der BANI-Welt handlungsfähig zu bleiben.


 

BANI VUKA Welt

Wenn aus Komplexität Chaos wird


BANI hat VUKA ersetzt. VUKA bringt es nicht mehr, wenn die Zustände eher chaotisch als ungewiss sind. Krasse Veränderungen und ein kaum zu bewältigendes Level an Komplexität prägen diese Zeit.


Die Gesellschaft und mit ihr Unternehmen und Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, Dinge nicht mehr exceltabellarisch, linear und effizienzgetrieben planen zu können. Will heißen, dass unsere Prägung, das für eine homöostatische Welt gedacht war, plötzlich nichts mehr taugt.


Navigationsskills, Adaptionsfähigkeiten, Non-Konformismus, der Mut rebellisch etwas anders zu machen, die Fähigkeit und Bereitschaft zur Planlosigkeit gehören nun zu einem Skillset, das den industriellen Gehorsam, der jahrelang als Erfolgsrezept galt, ersetzt.


Aus VUKA wird BANI.


Das BANI-Modell, welches für Brüchigkeit (Brittleness), Angst (Anxiety), Nichtlinearität (Non-linearity) und Unverständlichkeit (Incomprehensibility) steht, beschreibt den neuen Rahmen, innerhalb dessen wir die Herausforderungen dieser Zeit besser verstehen. vielleicht sogar bewältigen können.


Vorgestellt von Jamais Cascio wurde es während einer Veranstaltung des Institute of The Future vorgestellt und beschreibt eine Realität, in der die alten Werte und Regeln nicht mehr gelten.


Das BANI-Modell tritt in die Fußstapfen des VUCA-Modells, das für Volatilität (Volatility), Unsicherheit (Uncertainty), Komplexität (Complexity) und Mehrdeutigkeit (Ambiguity) steht.


VUCA wurde entwickelt, um auf die Globalisierung und Digitalisierung der Geschäftswelt zu reagieren und hat sich als nützliches Werkzeug für die Entwicklung von Führungskräften erwiesen, die in einer zunehmend komplexen und vernetzten Geschäftswelt navigieren. Leider reicht es nicht mehr aus. Siehe auch hier


In diesem Artikel zielen wir darauf ab, ein tieferes Verständnis von BANI zu vermitteln und praktische Strategien und Tipps bereitzustellen, um Unternehmen, Fach- und Führungskräfte dabei zu unterstützen, in dieser verrückten BANI-Welt manövirerfähig zu werden. Dabei werden wir auch die Verbindungen und Unterschiede zwischen BANI und VUCA/VUKA beleuchten und erörtern, wie Unternehmen Resilienz, Anpassungsfähigkeit und auch irgendwie Antifragilität in dieser unverständlichen Welt entwickeln können.


Strategien und Methoden um in der BANI-Welt zu navigieren


Lasst uns mit ein paar Future Skills starten. Nein, das ist kein Werbeblock für unsere Methoden, wir meinen das ernst.


1. Agil-iterative Methoden wie Effectuation und Design Thinking


Design Thinking? Ist das nicht tot? Nicht im Ansatz. DT erlebt derzeit ein beeindruckendes Comeback. Der erste Design-Thinking-Hype erscheint heute wie eine zahme Welle, während heute geradezu ein Design-Thinking-Tsunami tobt. Alle progressiven Unternehmen arbeiten heute mit Design Thinking. Das ergibt auch Sinn, denn es schafft schnell Klarheit bei geringem Ressourcen-Einsatz.


Effectuation und Design Thinking. Das sind zwei unterschiedliche Innovationsansätze, die häufig eingesetzt werden, um komplexe Probleme systemisch zu greifen und zu lösen. Beide Ansätze haben auf verschiedenen Ebenen große Stärken und können zu unterschiedlichen Szenarien und Fragestellungen angewendet werden.


Effectuation:


Effectuation ist ein unternehmerischer Ansatz. Unternehmerisch im Sinne von "etwas unternehmen".

Er konzentriert sich darauf, vorhandene Ressourcen effektiv einzusetzen. Dabei wird die Ungewissheit nicht als Hindernis, sondern als Gegebenheit akzeptiert. Persönliche Expertise und bestehende Netzwerke werden genutzt, um neue Chancen zu identifizieren und zu ergreifen. Anstatt feste Pläne und Ziele zu verfolgen, die oft durch sich ändernde Bedingungen unerreichbar werden, legt Effectuation Wert darauf, flexibel zu starten und sich laufend anzupassen.


Die Schlüsselprinzipien im Effectuation umfassen u.a.:


  1. Das Bird-in-Hand-Prinzip Nutzung verfügbarer Ressourcen, statt unrealistischer Ziele

  2. Affordable Loss kalkulierte Risiken eingehen, statt unrealistischer Wirtschaftlichkeitsberechnung

  3. Das Lemonade-Prinzip Rückschläge und Unvorhersehbares in Chancen verwandeln

  4. Das Crazy-Quilt-Prinzip mit den Leuten arbeiten, die gelinde gesagt "Bock" haben und die Mission teilen, statt nach der eierlegenden Wollmilchsau oder dem "Perfect Match" zu suchen.

  5. Das "Pilot in the Plane"-Prinzip oder eher: das "Captain of the Ship"-Prinzip. Will heißen: Nimm das verdammte Ruder selbst in die Hand!


Effectuation wird oft intuitiv in unternehmerischen und Startup-Umgebungen eingesetzt, in denen Ressourcen begrenzt und Unsicherheiten hoch sind. Es geht darum, schnell ins Handeln zu kommen! Effectuation fördert Kreativität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Eigentlich tatsächliche Agilität.

 

Effectuation: vollständige Artikel:


Effectuation Keynote:


 

Kurz: Effectuation ist Unternehmertum. Ist Entdeckerinnengeist. Die Logik heilt die Wunden des monokausalen Denkens und macht dich fähig, das System und seine Feedbackschleifen zu hören und somit zu reagieren.


Denke an ein Segelschiff:


Die klassische BWL sagt dir, dass du das Schiff nur auf dem kürzesten Weg in seinen Zielhafen fahren kannst. Das wird nix. Weil du Wind und Welle nur schwer antizipieren kannst. Und was ist dann mit Sturm, Nebel und Gewitter?


In gänzlich unbekanntem Fahrwasser kennst du noch nicht mal die Tiefen. Also musst du auf das Feedback, das du vom Schiff, vom Wind, von den Wellen bekommst reagieren und sie zu deinen Komplizen machen.

Das bedeutet aber auch, wenn du drohst auf ein Riff zu fahren:


Ruder legen! Kurs verändern!


Du muss mit den Gegebenheiten arbeiten, statt stumpf nur geradeaus zu fahren, weil dein BWL-Prof dir das so erzählt hat.

Genau so ist es eben auch in der BANI-Welt: Der Plan funktioniert nicht, wenn die Dinge anders kommen, als gedacht. Corona, Krieg in der Ukraine, Krieg in Israel. Das diese Ereignisse eintreten können war theoretisch absehbar. Aber wir konnten uns nicht vorstellen, wann es passiert und wie es sich genau auf unsere Leben auswirkt.


Next.


Design Thinking:


Design Thinking ist ein problemorientierter Ansatz (sic!). Ja. Design Thinking befasst sich mit einem tiefen Verständnis des Problems.


Nur wer das Problem versteht, kann es auch lösen!


Design Thinking ist nicht ganz so schnell wie Effectuation. Man verwendet es auch in anderen Settings. Effectuation wendest du an, wenn so überhaupt nichts planbar ist. Du musst umgehend handlungsfähig und handlungsbereit sein.



Design Thinking hingegen setzt du in zwar dynamischen Situationen ein, aber es erlaubt dir, dich ein bisschen tiefer mit den Materien zu befassen, wenn der Wind sich gedreht aber vorerst stabilisiert hat.


Design Thinking stellt vor allem aber auch die Nutzerin oder den Nutzer radikal in den Mittelpunkt. Nutzerinnen und Nutzer können viele sein: du selbst, der Planet, eine Organisation, ein Baum, eine Kuh, oder der Kunde.


Merke: Nutzer nicht zwangsläufig gleich Kunde.


Design Thinking soll echte Probleme lösen. Keine erzeugen. Kein Marketing betreiben, für etwas, das die Welt nicht braucht. Es geht also um das Einfühlen in die Nutzerin, das Definieren des Problems, das Entwickeln von Lösungen, das Erstellen von Prototypen und das Testen eben dieser Prototypen, um zu erfahren, ob sie auch wirklich das gewünschte Problem lösen. Das nennt sich Agilität. Weil der Prozess iterativ, also non-linear ist. Ergo: das Gegenteil von BWL und Excel-Tabellarismus.


Design Thinking betont das Verständnis der Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensweisen der Nutzer, um echte Lösungen zu schaffen. Design Thinking wird zwar oft verwendet, um Produkte und Dienstleistungen zu gestalten, eignet sich aufgrund seiner Architektur aber eben genau so gut um in Zeiten, in denen nichts klar scheint, ganzheitlich real existierende Probleme anzupacken. Gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich. Das macht es zu einem so guten Skillset in BANI-Zeiten. Weil es agil ist.



2. Systemisches Denken in Unternehmen


Systemisches Denken bedeutet, das große Ganze zu sehen.

Es hilft uns, schwierige Probleme besser zu verstehen, indem wir nicht nur einzelne Teile, sondern alles als ein zusammenhängendes System betrachten. So können wir erkennen, wie die Teile miteinander in Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. In Unternehmen hilft dieser Ansatz, schneller und klüger zu handeln und sich besser auf Probleme vorzubereiten. Es ist ähnlich wie Effectuation, bei dem man auch das gesamte System im Blick hat. Du kannst auch hier mal nachschauen


2.1 Implementierung von systemischem Denken


Um systemisch zu denken, müssen wir verstehen, wie die verschiedenen Teile eines Ganzen miteinander verbunden sind und zusammenwirken. Dabei geht es auch darum, zu erkennen, wie aus dem Zusammenspiel dieser Teile etwas Neues entstehen kann. Wer so denken kann, erkennt auch Möglichkeiten, besser zusammenzuarbeiten, Neues zu schaffen und widerstandsfähiger zu werden. Schau mal hier nach


Feedbackschleifen in einer Organisation helfen uns, uns an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen. Sie zeigen auf, wie die Teile des Systems miteinander interagieren und welche Ergebnisse sie erzielen. Außerdem geht es darum zu verstehen, wie die verschiedenen Teile eines Systems sich gegenseitig beeinflussen. Wer systemisch denkt, sorgt dafür, dass es in der Organisation klare Mechanismen für solche Feedbackschleifen gibt und dass diese gut kommuniziert werden. Schau auch mal hier


2.2 Systemisches Denken in der Führung


Systemisches Denken sieht Probleme als Teil eines Ganzen. Es sagt: "Schau nicht nur auf einen Punkt, sondern sieh das gesamte Bild." Jedes Problem hat seine eigene Dynamik. Um eine Organisation am Laufen zu halten, müssen Führungskräfte diese Dynamik verstehen und darauf reagieren.


Viele Führungskräfte nutzen systemisches Denken als Werkzeug. Es hilft ihnen, klarer zu sehen und bessere Entscheidungen zu treffen. Es ist nicht einfach, systemisch zu denken. Es ist wie ein Muskel, den man trainieren muss. Aber es wird als "Future Skill Nr. 1" angesehen, besonders in einer Welt, die sich ständig verändert.


2.3 Ein historischer Blick:


Durch Descartes und seinen Reduktionismus haben wir uns antrainiert, Dinge in isolierte Teile zu zerlegen. Das hat dazu geführt, dass wir Bereiche wie Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt grundsätzlich getrennt betrachtet haben. Das ist natürlich falsch. Denn in Wirklichkeit sind sie eng miteinander verwoben. Die Wirtschaft beispielsweise ist ohne Menschen und eine intakte Natur nicht lebensfähig. Systemisches Denken hilft uns, diese Verknüpfungen wieder ins Zentrum zu rücken und die Dinge in ihrem Gesamtkontext zu sehen. Schau auch mal hier nach



3. Diversifismus: Vielfalt als Schlüssel und Stütze in der BANI-Welt


Diversifismus ist ein noch ganz junges Konzept, das weit über klassisches "Diversity" hinaus denkt. Es dreht sich nicht nur um gesellschaftliche Diversität, sondern sucht proaktiv nach ungesunden Monokulturen und Homogenitäten – um diese aufzubrechen.

Diversifismus betrachtet Vielfalt als grundlegendes Prinzip zur Stärkung von Resilienz und Innovation in verschiedenen Lebensbereichen.


3.1 Ursprung des Diversifismus


Der Begriff „Diversifismus“ entstand als Reaktion auf die gefährliche Homogenisierung und die daraus resultierende Instabilität in wirtschaftlichen, biologischen und kulturellen Ökosystemen und wurde erstmals von Simon Steiner vorgestellt. Diversifismus fordert eine konsequente und entschlossene Diversifizierung, um die negativen Auswirkungen von Monokulturen und homogenen Systemen zu überwinden. Quelle


3.2 Diversifismus in der Wirtschaft und Politik


Der Diversifismus setzt in der Wirtschaft auf eine Vielzahl von Geschäftsmodellen und Arbeitsansätzen. Warum? Weil gemischte Teams und Führungskräfte oft kreativer und innovativer sind. Tatsächlich zeigen Studien, dass Unternehmen mit Geschlechterdiversität bis zu 30% profitabler sein können. Mehrdimensional diverse Unternehmen (also Geschlecht, Alter, kultureller Hintergrund, sexuelle Orientierung etc.) sind nachweisbar anpassungsfähiger, kreativer und resilienter gegenüber Veränderungen.


In der Politik geht es beim Diversifismus darum, verschiedene Perspektiven und Hintergründe in die Entscheider-Gruppen zu integrieren. Nicht nur Juristen, sondern Menschen aus allen Berufsfeldern und Lebenswegen.

Eine Politik, die alle Lebensbereiche berücksichtigt und somit deutlich demokratischer ist, ist auch in der Lage, auf gesellschaftliche Herausforderungen präziser zu reagieren.


3.3 Vielfalt als Herzstück des Diversifismus


Stell dir ein Orchester vor, das nur aus Bratschen besteht. Nicht sehr aufregend, oder? Für echte Harmonie braucht es verschiedene Instrumente. Genauso sieht es der Diversifismus: Vielfalt ist der Schlüssel. Ob in der Natur, wo Bienen für Äpfel und Mücken für Schokolade sorgen, in der Finanzwelt, wo es riskant wäre, nur in eine Aktie zu investieren, oder in Unternehmen, wo gemischte Führungsteams erfolgreicher sind. Vielfalt macht uns stärker, kreativer und zukunftsfähiger.


3.4 Diversifismus trifft auf BANI


In der BANI-Welt wirkt der Diversifismus System-stabilisierend. Er hilft uns, widerstandsfähiger und anpassungsfähiger zu sein und sicher durch die Herausforderungen der BANI-Welt zu navigieren.



4. Praktische Anwendung


4.1 Entwicklung von Resilienzstrategien


Organisationen müssen sich zunächst einmal die Relevanz von resilienten Strukturen bewusst machen. Das lässt sich nicht mal eben so verordnen. Auch reicht ein solcher Artikel dafür nicht aus. Allerdings: Unternehmen, denen das nicht gelingt, werden in der BANI-Welt massive Probleme kommen, da ihre Organisationsstrukturen hierfür nicht geschaffen sind. Es ist so, wie mit Rollschuhen einen Berg zu besteigen. Wir brauchen jetzt Wanderstiefel! Und in diesen müssen die Leute auch laufen können.


Deshalb:


  1. Relevanz von resilienten Strukturen bewusst machen. Wie? GF muss das Thema inhalieren. Ggf. externen Experten einladen und Zukunftsfitness auf die Agenda und zur Chefsache machen.

  2. Organisation auf Herz und Nieren prüfen. Wie? Stresstests durchführen. Etwa durch ein "Kill the Company"-Format indem man seine eigene Konkurrenz erschafft, die besser ist, als man selbst. Das hilft, selbstkritisch die organisationale Selbstgefälligkeit zu identifizieren, zu hinterfragen und letztlich die ersten Schritte zu gehen, sie zu überwinden.

  3. Rahmenbedingungen festlegen. Wie? Basierend auf dem neuen Wissen einen optimalen Ist-Zustand skizzieren und dann den Rahmen bauen, innerhalb dessen diese Ist-Zustand entstehen kann. Das geht leider nicht mit klassischem Projektmanagement, sondern nur mit emergenten Tools und Denkwerkzeugen. Quelle


4.2 Implementierung von Diversifismus


Diversifismus (oben bereits genauer beschrieben), ist die Antwort auf die gefährliche Homogenisierung von Ökosystemen. Merke: auch ein Unternehmen ist ein Ökosystem!

Die konsequente und entschlossene Diversifizierung aller Unternehmensbereiche macht Unternehmen anpassungsfähiger, agiler, innovativer und profitabler – und besser im Umgang mit Ungewissheit und der BANI-Welt


Wie? Das ist eigentlich ganz einfach:


  1. Ego raus. Vielfalt rein! Jep. Wer weiter kommen will, muss loslassen können. Wer loslässt hat die Hände frei für Neues! Denke an eine Liane, an der du dich durch den Organisationskosmos schwingst. Da klebst du dich ja auch nicht an deine Position und verhinderst, dass andere Leute nach deiner Liane greifen können, sondern du lässt zwischendurch mal gezielt los, um weiter zu kommen. Höre auf, alles als "deins" zu deklarieren!

  2. Learn, unlearn, relearn. Vor allem der Bereich "unlearn" also Gelerntes streichen, ist hier von allerhöchster Relevanz. Bestes Beispiel: die monokausale reduktionistische Doktrin der klassischen BWL. Sie galt lange als das einzige Rezept um Organisationen zu führen. Dies hat sich in der BANI-Welt als unwahr und gefährlich herausgestellt und muss überkommen werden. Am besten streichen und neues Wissen zulassen.

  3. Diversifizieren, diversifizieren, diversifizieren Teams: diversifizieren Geschäftsführung: diversifizieren Kundenstamm: diversifizieren Produktpalette: diversifizieren Impact: diversifizieren Geschäftsmodell: diversifizieren.

  4. Machen! Am einfachsten geht das, indem du alle Bereiche konsequent nach Homogenitäten scanst. Besteht ein Team nur aus IT'lern? Nur aus Frauen? Nur aus Männern? Nur aus Personen über 50? Oder unter 30? Nur aus Weißen? Nur aus POCs? Dann ist es zu homogen. Hängen die Umsätze zu mehr als 50% von einem Produkt, einer Dienstleistung ab? Zu homogen. Von einem Kunden? Zu homogen! Von einem Markt? Zu homogen! Schau dir das an. Versuche dann zu überlegen, wie du hier Dynamik ins Spiel bringst.


4.3 Implementierung von systemischem Denken


Um mit der Komplexität der BANI-Welt umgehen zu können, müssen Unternehmen:


  • Nichtlineares Denken fördern und kultivieren

  • Eine agil-iterative Herangehensweise an Problemlösungen implementieren


Wie? Das ist leider etwas schwieriger und geht nicht von jetzt auf gleich. Es ist ein Marathon, kein Sprint. Etwas, das nie aufhört, sondern in einem kontinuierlichen Prozess geschieht.


Was genau können wir tun um systemisches Denken zu fördern?


Vorträge: Zu Themen wie Zukunftsfitness, Agilität, Navigieren in Ungewissheit gibt es eine Menge an Vortragsthemen, um Impulse und Verständins für das z.B. hier.


Onlinekurse:

Um das Team an diese Themen heran zu führen, gibt es Onlinekurse.


Fortbildungen:

Eine Fortbildung im Systems Thinking bietet z.B. das Fraunhofer Institut



4.4 Einsatz von Innovationsmethoden und agil-iterativen Prozessen


Unternehmen wie Netflix und Google haben die Bedeutung der Anpassungsfähigkeit in brüchigen, nichtlinearen Märkten demonstriert. Sie haben innovative Geschäftsmodelle und Arbeitsmethoden eingeführt, um sich schnell an Veränderungen anzupassen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.


Nokia ist das z.B. nicht gelungen. Die Arroganz der Marktführerschaft hat den Blick auf Disruptionen vernebelt, als Apple kam.

Die Vorreiterrolle des VW-Konzerns, der mit einer Multimarkenstrategie auf einem genialen Baukastensyste, zeitweise der größte Autohersteller der Welt war, wurde erst von Teslas radikalem Kurs gekitzelt und wird nun von Chinas Automobilindustrie vollständig gedemütigt.


Innovationsmethoden und Agilität einzusetzen darf aber nicht als nettes Spielchen zwischendurch geschehen. Sie müssen als valides Handwerkszeug im Unternehmen begriffen werden, ähnlich wie Excel. Wann diese Werkzeuge zum Einsatz kommen müssen, dafür braucht es Fingerspitzengefühl, Leadership und gute Organisationsstrukturen, wie sie etwa von der Organisationberatung "Kopf Herz Hand" angeboten werden.


Die wichtigsten Innovationsmethoden:


  • Design Thinking

  • Effectuation

  • Lego® Serious Play®

  • Business Model Innovation


Die wichtigsten agilen Frameworks:


  • Scrum

  • OKR


Innovationmethoden können z.B. in unserer Zukunftsakademie gelernt werden. Vom Schupperkurs bis zur vollständigen In-House-Ausbildung. Agile Methoden lernt ihr z.B. bei Hello Agile



4.5 Bildung und Weiterentwicklung


"Was ist, wenn wir unsere Mitarbeitenden ausbilden und dann gehen sie einfach?" "Aber Liebling, was ist, wenn wir es nicht tun und sie bleiben?"

So ähnlich lautet ein beliebter amerikanischer Spruch. Der Fachkräftemangel in Deutschland hat multiple Gründe. Ein gigantischer ist, dass deutsche Unternehmen fortbildungsfaul geworden sind. Die teuersten Mitarbeitenden sind schlecht ausgebildete. Um in der BANI-Welt zu bestehen, können wir uns nicht darauf verlassen, dass das alles der Staat macht, oder die nächste Flüchtlingswelle uns zufällig top-ausgebildete Ingenieure in den Arbeitsmarkt spült um unsere Geschäftsmodelle weiter auszuspielen. Das müssen wir schon selbst in die Hand nehmen.


Unternehmen wie Adobe und GitHub betonen die Notwendigkeit kontinuierlicher Innovation und des Lernens und zeigen die Stärke der kollaborativen Arbeit durch die Verschiebung ihrer Produktangebote und Geschäftsmodelle. Quelle


Hier ist klar: Fortbildung ist essenziell.


 

Zukunftsfitness kann man lernen!


in der

ZUKUNFTSAKADEMIE

von

TOOLS FOR TOMORROW



 


4.6 Beispiele erfolgreicher Unternehmen


Unternehmen, die Diversifismus, systemisches Denken, und agile Innovationsmethoden erfolgreich implementieren, sind besser in der Lage, in der BANI-Welt zu navigieren und zu prosperieren. Sie investieren in Innovation, fördern vielfältige Teams und schaffen agile und robuste Organisationen.


Abschließend:


Die BANI-Welt, geprägt von Brüchigkeit, Angst, Nichtlinearität und Unverständlichkeit, stellt Unternehmen und Führungskräfte vor neue und unerwartete Herausforderungen. Um in dieser neuen Realität zu navigieren und zu prosperieren, ist ein Umdenken erforderlich. Unternehmerische agil-iterative Denkweisen wie Effectuation und Design Thinking helfen, handlungsfähig zu bleiben. Systemisches Denken hilft, mit Komplexität besser umzugehen und Handlungsfelder zu identifizieren. Der Diversifismus bietet einen vielversprechenden Ansatz, indem er umfänglich auf Vielfalt und Diversifikation als grundlegende Prinzipien zur Schaffung von Resilienz der BANI-Welt setzt.


Schlüsselerkenntnisse:


  • Verständnis von BANI: Ein tiefes Verständnis der Komponenten von BANI und ihrer Auswirkungen auf Unternehmen ist entscheidend, um effektive Strategien zur Bewältigung zu entwickeln.

  • Strategien und Methoden: Effectuation und Design Thinking sind wertvolle Methoden zur Förderung von Innovation und Problemlösung in Unternehmen.

  • Systemisches Denken: Ein systemischer Ansatz ermöglicht ein besseres Verständnis komplexer Systeme und ihrer Dynamiken und fördert strategisches Handeln und Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen.

  • Diversifismus: Die Implementierung einer diversifistischen Weltsicht fördert Resilienz und Anpassungsfähigkeit und ermöglicht eine effektivere Navigation durch die Unwägbarkeiten der BANI-Welt.


Willst du mehr wissen?


Wenn du mehr Strategien und Tool für die BANI-Welt, brauchst: wir sind hier!


Wir navigieren bewusst und sehr aktiv im Ungewissen und arbeiten mit Unternehmen und Menschen in Umbruchphasen zusammen. Eigenlob stinkt zwar, aber unsere Erfahrung ist breit, die Erfolgserlebnisse können sich sehen lassen. Wir sind radikal. Wir treten alten Glaubensätzen gern auch mal etwas respektlos in den Arsch. Das tut weh. Aber So ist das nun mal. Wir können nicht jeden Zopf unser Leben lang behalten. Irgendwann ist auch mal gut.


Deshalb: bevor es zu spät ist, komme auf unsere Seite. Du gestaltest die Zukunft. Wir haben die Tools. Bis gleich!


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